Partnerschulen

Gemeinsam über Grenzen hinweg

Schule endet für uns nicht an der eigenen Schultür. Bildung bedeutet auch, über den eigenen Horizont hinauszublicken, andere Lebenswirklichkeiten kennenzulernen und Verantwortung für ein friedliches und gerechtes Miteinander zu übernehmen.

Deshalb freuen wir uns sehr über unsere Partnerschaften mit Schulen und Bildungsprojekten, die auf ganz unterschiedliche Weise Werte leben, die auch uns als Evangelische Jakobusschule und als Friedensstifterschule wichtig sind: Begegnung, Bildungsgerechtigkeit, gegenseitiger Respekt, Verantwortung und Frieden.

Unsere Partnerschaften sollen dabei mehr sein als Namen auf einer Website. Sie ermöglichen Begegnungen, schaffen persönliche Verbindungen und geben unseren Schülerinnen und Schülern die Chance zu erfahren, dass aus Interesse Verständnis, aus Begegnung Verbundenheit und aus Verbundenheit gemeinsames Handeln entstehen kann.

Partnerschaft heißt für uns: Beziehung

Unsere Partnerschulen liegen Tausende Kilometer voneinander entfernt – in Sierra Leone, in Israel und hier bei uns in Karlsruhe. Die Lebensbedingungen, Sprachen, Religionen und gesellschaftlichen Herausforderungen könnten unterschiedlicher sein.

Und doch verbindet uns Entscheidendes: Kinder brauchen Bildung. Menschen brauchen Begegnung. Gemeinschaft braucht Respekt. Und Frieden braucht Menschen, die bereit sind, ihn zu gestalten.

Unsere Schulpartnerschaften möchten genau dafür Brücken bauen – über Ländergrenzen, Sprachen und Kulturen hinweg.

Denn eine Partnerschaft beginnt vielleicht mit einem Kontakt zwischen zwei Schulen.
Lebendig wird sie durch die Menschen, die einander begegnen. 

 

Unsere Partnerschulen:

Hagar – jüdisch-arabische Schule in Beer Sheva, Israel

Eine ganz besondere Partnerschaft verbindet uns mit Hagar in Beer Sheva im Süden Israels. Hagar wurde 2007 gegründet und schafft gemeinsame Bildungs- und Begegnungsräume für jüdische und arabische Kinder und Familien. Grundlage der Arbeit sind Multiperspektivität, Zweisprachigkeit und Gleichberechtigung. (Friends of Hagar Deutschland e.V.)

In den Kindergärten und der Schule lernen jüdische und arabische Kinder gemeinsam. Hebräisch und Arabisch, unterschiedliche Religionen, Kulturen und Familiengeschichten begegnen einander dabei nicht nur gelegentlich, sondern gehören selbstverständlich zum gemeinsamen Alltag. Rund um die Schule ist eine große jüdisch-arabische Bildungsgemeinschaft entstanden. (Friends of Hagar Deutschland e.V.)

Gerade für uns als Friedensstifterschule hat diese Partnerschaft eine besondere Bedeutung. Hagar zeigt eindrucksvoll, dass Frieden nicht erst dort beginnt, wo Konflikte gelöst werden. Er beginnt viel früher: wenn Menschen einander kennenlernen, miteinander sprechen, gemeinsam lernen und Unterschiede nicht als Bedrohung, sondern als Teil einer vielfältigen Gemeinschaft erleben.

In einer Region, die von tiefen Konflikten geprägt ist, setzt Hagar damit ein starkes Zeichen: Verständigung ist möglich – wenn wir Räume schaffen, in denen sie wachsen kann.

Unterstützt wird die Arbeit in Deutschland durch Friends of Hagar Deutschland e.V., den 2025 gegründeten deutschen Förderverein der Organisation. (Friends of Hagar Deutschland e.V.)

Weitere Informationen:
Friends of Hagar Deutschland e.V.

Magbenteh Community Boarding School – Sierra Leone

Unsere Partnerschaft in Sierra Leone ist über L’appel Deutschland e.V. entstanden. Die Organisation engagiert sich unter anderem für Gesundheit, Bildung und nachhaltige Entwicklung in Sierra Leone und Ruanda.

Nach der verheerenden Ebola-Epidemie entstand in Magbenteh nahe der Stadt Makeni mit Unterstützung von L’appel und seinen Partnerorganisationen eine Schule für Kinder aus besonders benachteiligten und von der Ebola-Krise betroffenen Familien. Die Magbenteh Community Boarding School bietet Kindern nicht nur Zugang zu Bildung, sondern unterstützt sie darüber hinaus mit Betreuung, Ernährung und einem gemeinschaftlich orientierten Bildungsansatz.

Für uns macht diese Partnerschaft erfahrbar, wie unterschiedlich die Bedingungen sein können, unter denen Kinder auf dieser Welt lernen und aufwachsen – und zugleich, was uns verbindet. Denn unabhängig davon, wo Schule stattfindet, geht es um Zukunftschancen, Gemeinschaft und darum, junge Menschen stark zu machen.

Wir möchten die Partnerschaft mit Leben füllen, voneinander lernen und unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, globale Zusammenhänge nicht nur im Unterricht kennenzulernen, sondern durch eine konkrete Verbindung zu Menschen an einem anderen Ort der Welt.

Weitere Informationen:
L’appel Deutschland e.V.