Leitbild und Leitgedanken

Die Evangelische Jakobusschule Karlsruhe gehört zur Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden und orientiert sich an deren Leitsätzen.

1. Bildung in evangelischer Perspektive

1.1 Unsere Schule fördert Schülerinnen und Schüler in ihrer Ent-wicklung zu eigenständig und verantwortlich handelnden Persönlichkeiten durch vielfältige Angebote intellektuellen, emotionalen, sozialen, kreativen und religiösen Lernens.

1.2 Unsere Schule strebt danach, Schülerinnen und Schüler zu einer Lebensführung zu befähigen, die geprägt ist von Freiheit und Verantwortung, christlicher Nächstenliebe, Demokratiebewusstsein, Eigeninitiative und Respekt vor dem Anderen.

1.3 Unsere Schule ermutigt Schülerinnen und Schüler zu einer an christlichen Werten orientierten aktiven Teilnahme an der Gesellschaft.

1.4 Unsere Schule eröffnet Räume für christliche Glaubenserfahrung und Glaubenspraxis, insbesondere für das sozialdiakonische Handeln.

1.5 Unsere Schule ist offen für Menschen aus verschiedenen Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen. Sie pflegt die Zusammenarbeit in der Ökumene und den interreligiösen Dialog.

2. Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt

2.1 Unsere Schule richtet sich aus an der Würde jedes Menschen als einzigartigem Geschöpf Gottes.

2.2 Unsere Schule fördert die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer individuellen Begabungen und befähigt sie, ihren Platz in der schulischen Gemeinschaft und in der Gesellschaft einzunehmen. Dem dient auch der Grundgedanke der Inklusion an unserer Schule.

3. Schule als Teil der Lebenswelt

3.1 Aus christlichem Selbstverständnis heraus ist unsere Schule weltoffen und kritisch. Sie wirkt mit an der Gestaltung der Gesellschaft.

3.2 Unsere Schule setzt sich ein für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.

4. Bewährung in Veränderung

4.1 Unsere Schule stellt sich der Herausforderung einer sich ständig verändernden Gesellschaft.

4.2 Christliches Selbstverständnis und pädagogisches Handeln müssen sich in einem kontinuierlichen Erneuerungsprozess bewähren.

5. Pädagogische Qualität

Unsere Schule kennzeichnet eine an Bildungsstandards orien-tierte hohe pädagogische Qualität und Innovationskraft.

6. Zusammenarbeit und Organisation

6.1 Die an unserer Schule tätigen Personen tragen den christlichen Bildungsauftrag mit.

6.2 Entsprechend ihres fachlichen Auftrags nehmen diese Angebote zur Förderung sowie zur Fort- und Weiterbildung wahr.

6.3 Anerkennung der jeweiligen Kompetenz und gegenseitiger Respekt bilden die Grundlagen der Zusammenarbeit.

6.4 Die Schule fördert die Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Mitarbeitenden. Sie schafft Strukturen der Kooperation.

„Das Kind ist der Baumeister“

Wie Maria Montessori gehen wir davon aus, dass Kinder von Natur aktiv, neugierig und wissbegierig sind. Auch wir sind davon überzeugt, dass jedes Kind von sich aus danach strebt, die in ihm angelegten Potentiale zur Entfaltung zu bringen. Das Raumkonzept unseres Lernhauses bietet vielfältige Möglichkeiten zur Selbstsentfaltung der Kinder, ebenso ist unser Tagesablauf der pädagogischen Ausrichtung der Schule angepasst.

Ein Kind kann eigene Erfahrungen nur dann machen, wenn es die dafür nötigen Freiräume erhält. Es braucht Pädagoginnen und Pädagogen, die das Kind frei geben, damit es die Welt selbsttätig und unabhängig entdecken kann. Die Grenzen, die das Kind in seiner Freiheit erfährt, sind nicht willkürlich, sie sind bestimmt durch die Bedürfnisse des Kindes nach Halt und Geborgenheit.

Leistungsrückmeldung

An der Evangelischen Jakobusschule erhalten Schülerinnen und Schüler differenzierte und kontinuierliche Rückmeldungen über ihre Leistung.

Mit einem Kompetenzraster können die Schülerinnen und Schüler überprüfen, was sie bereits beherrschen – und wie gut sie es beherrschen. Kompetenzraster sind pädagogische Instrumente zur Umsetzung der Bildungspläne. Somit unterstützen sie auch die Lehrerinnen und Lehrer, – die bei uns Lerncoach heißen – bei der Vorbereitung ihres Unterrichts und der Materialien für die Phasen, in denen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam oder eigenständig arbeiten.

Das Lerntagebuch hilft den Schülerinnen und Schülern, ihr Arbeitsverhalten und ihre Lernerfolge selbst zu beobachten, darüber zu reflektieren und sie zu beurteilen. Auf der Basis der aus dem Kompetenzraster gewonnenen Erkenntnisse halten sie darin fest, was sie bereits gelernt haben – und woran sie noch arbeiten müssen. Durch die Arbeit mit dem Lerntagebuch werden sich die Schülerinnen und Schüler über Lernziele, Lernwege, Ergebnisse und Fortschritte bewusst. Dies unterstützt die Planung ihrer weiteren Lernprozesse.

Die Leistungsrückmeldung erfolgt durch differenzierte Beurteilungen über den individuellen Entwicklungs- und Leistungsstand. Dazu werden regelmäßig schriftliche, mündliche oder praktische Leistungserhebungen durchgeführt.

Zweimal jährlich finden bei uns Bilanzgespräche zwischen Schülerin und Schüler, Lerncoach und Eltern statt. Die Bilanzgespräche dienen der Standortbestimmung und zur Besprechung des Lernentwicklungsbericht.